Meditationspraxis

Genau wie andere Zellen im Körper reagieren Gehirnzellen auf externe Einflüsse und Reize und können durch Nutzung in bestimmter Weise verändert werden. Dies gilt z.B. für die Meditationspraxis, Neurofeedback oder andere mentale Trainings. All diese Übungen haben einen erheblichen Einfluss auf unsere Gehirnstrukturen und -funktionen.

Durch regelmäßiges Training entsteht unter anderem eine Veränderung des anterioren singulären Cortex im Frontallappen des Gehirns. Dieser Bereich ist zuständig für die Selbstregulation und Steuerung von Verhalten und Aufmerksamkeit. Hier findet die Verbindung zwischen Gedanken und Gefühlswelt statt, die uns hilft, unangemessene Reflexreaktionen aufzuspüren und daraufhin bewusst zu agieren, statt zu reagieren. Außerdem ist diese Gehirnregion daran beteiligt, aus gesammelten Erfahrungen zu lernen.

Bergsee
"Wenn man die Ruhe nicht in sich findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen"
(Francois de La Rochefoucauld)

Alle Arten der Meditation befähigen uns zu bewusstem Handeln im Hier und Jetzt, lassen unseren Geist zur Ruhe kommen, achtsamer und ausgeglichener werden. Indem Sie mit der Zeit lernen, Ihre Gefühle zu erkennen und zu benennen (was Neurofeedback erleichtert), können Sie sich und andere besser verstehen.
Sie werden liebevoller und verständnisvoller im Umgang mit sich und Ihrer Umgebung, was den Selbstwert und die Lebensqualität spürbar verbessert.

Der Einstieg und die Motivation in die Meditations- und Entspannungsverfahren kann durch Neurofeedback erheblich erleichtert und unterstützt werden.


Atemmeditation


Im täglichen Leben spiegelt der Atem vielfach unseren Geisteszustand wieder, da jeder Gedanke und jedes Gefühl sich in Form von Ent- oder Verspannung, Ruhe oder Unruhe, Angst oder Aufnahmebereitschaft äußert und eine biochemische Reaktion im Körper hervorruft. So wie der Geist auf den Atem wirkt, lässt sich umgekehrt auch der Geist von der Atmung beeinflussen. Genau das ist die Funktion von Atemübungen. Dank ihnen werden Geist und Körper ruhig und Blockaden im energetischen Körper können verringert oder gar ganz überwunden werden.

Taucher

Kaum etwas geschieht automatischer als die natürliche Atmung und kaum etwas wird weniger Beachtung geschenkt als eben dieser lebensnotwendigen Tätigkeit. Die natürliche Atmung ist oft flach unregelmäßig und mit unbewussten Atempausen versehen, was einen zerstreuten, unkonzentrierten oder angespannten Geist wiederspiegelt.

Die bewusste Kontrolle des Atems ist ein essentieller Weg zur Gesunderhaltung von Körper und Geist.
Besonders durch langes Ausatmen stellt sich eine Beruhigung des Nervensystems ein, wodurch Stress, Schlafstörungen, hohem Blutdruck u.v.m. vorgebeugt werden kann. Über den tiefen Atem können wir auch unangenehme Emotionen besser loslassen und zu innerem Frieden und Klarheit finden. Darüber hinaus werden durch das Üben verschiedener Atemtechniken die Zellen besser mit Sauerstoff versorgt, wodurch sich die Organe und der Hormonhaushalt besser regenerieren können.
Durch regelmäßiges Üben wird nachweislich und nachhaltig die Konzentration, die Schlafqualität erhöht, vor allem werden Einschlafprobleme, physische und psychische Anspannungen und Heißhungerattacken gesenkt. Das wirkt sich positiv auf den Blutdruck, die Lunge, den Herzschlag und die Verdauung (vegetatives Nervensystem) aus.