Was ist Neurofeedback?

Als wissenschaftlich anerkannte, sanfte Trainingsmethode dient Neurofeedback der Selbstregulation der Hirnaktivität. Neuste Erkenntnisse der Gehirnforschung ergeben, dass sich bestimmte Verhaltensmuster immer auf die gleichen Gehirnfrequenzen zurückführen lassen. Auf diesem Mechanismus basiert das Neurofeedback-Training.

Mit Hilfe eines EEG-gestützten Trainings kann die Leistungsfähigkeit des Gehirns positiv beeinflusst werden. Der Einfluss unbewusster Vorgänge des Denkens und Fühlens auf das Handeln wird erkannt und kann so willentlich beeinflusst werden. Darüber hinaus lernt das Gehirn über positives Feedback (Bildschirm), wie es am besten entspannen und fokussieren kann. Das wirkt sich schon nach den ersten Sitzungen auf Ihr Wohlbefinden aus.

Sie werden zielorientierter, strukturierter, fokussierter, konzentrationsfähiger, aufmerksamer, entspannter und ausgeglichener. Dadurch sind Sie flexibler und leistungsstärker in herausfordernden Lebenssituationen, wie z.B. Prüfungssituationen, Wettkämpfen, Vorträgen, Auftritten, Lebenskrisen, Konflikten, etc.

Ich setze Neurofeedback als alleiniges Gehirntraining, bei Bedarf aber auch ergänzend, mit anderen kreativen und therapeutischen Methoden ein.

Antriebslosigkeit, Unruhe, Stress, Impulsivität und Ängste können reduziert, die Konzentrationsfähigkeit und der Schlaf verbessert werden.

Probleme, wie z.B. sich bei aufkommenden Ängsten zu beruhigen oder tiefer zu schlafen, können meist erst nach langwieriger, konventioneller therapeutischer Arbeit positiv beeinflusst werden. Neurofeedback stellt hierfür eine gezielte und effektive Alternative dar.


Neurofeedback basiert auf dem Lernprinzip der Operanten Konditionierung und dem Impliziten Lernen.


Operante Konditionierung (Lernen am Erfolg)

"Skinners Taube" = Belohnung durch gewünschtes Verhalten (psychologische Studie mit Tauben bzw. Ratten)
Erwünschte Verhaltensweisen führen zu einer positiven Konsequenz. Darüber wird das Verhalten bewusst wiederholt.
Unser Gehirn möchte so oft wie möglich positives Feedback erhalten und lernt dadurch, vermehrt in den gewünschten Frequenzbereich zu gelangen, in der die Belohnung eintrifft (Bild wird scharf gestellt, Ton wird hörbar, der Drache fliegt, Rätsel werden lösbar usw.).
Die Belohnung bleibt aus, wenn die Schwelle des jeweiligen Frequenzbereichs (vom Therapeuten je nach Symptomatik bzw. Ziel eingestellt) über- bzw. unterschritten wird.

Implizites Lernen

Implizites Lernen ist Lernen aus Assoziationen und Konditionierung bzw. unbewusstes Lernen. Man muss sich nicht eines Lernvorgangs bewusst sein, um korrekt zu lernen, und der Gedächtnisinhalt ist anschließend nur schwer in Worte zu fassen.

Nehmen wir als Beispiel das Fahrradfahren. Man lernt es in der Regel durch Ausprobieren und Erfahrung, evtl. auch durch Zuschauen, aber nicht, indem man ein Buch darüber liest. Zudem wird ein Fahrradfahrer schwerlich erklären können, welche Bewegungsabläufe er exakt nacheinander ausführen muss, um das Gleichgewicht zu halten und vorwärts zu kommen. Versucht er sich während des Fahrens diese Vorgänge bewusst zu machen und bewusst durchzuführen, wird er wahrscheinlich sogar umfallen.
Kind mit Fahrrad
Andere Beispiele sind z. B ein Glas anheben, der Tennisaufschlag, Laufen lernen, Tanzen lernen, ein Musikinstrument spielen usw..
Implizites Lernen braucht Zeit, ist intuitiv und bleibt lange Zeit erhalten.
Kind mit Tennisschlaeger